Druch Zeckenbisse können
zwei wesentliche Krankheiten übertragen werden: FSME-Encephalitis
und Borreliose.
FSME-Encephalitis
Die Frühsommer-Meningoencephalitis ist eine durch Zecken übertragene
Viruskrankheit, die neben Kopfschmerzen und Fieber auch eine Hirn- und
Hirnhautentzündung verursachen kann. Die mit diesen Viren verseuchten
Zecken leben nur in bestimmten Risikogebieten (Endemiegebieten).Gegen
FSME gibt es keine spezifische Behandlung, hingegen kann vorbeugend geimpft
werden. Impfungen sind angezeigt bei Erwachsenen und Kindern, die sich
beruflich oder in der Freizeit häufig in Risikogebieten im Freien
(Wald, Waldrand, hohes Gras) aufhalten. Die Impfung kann während
des ganzen Jahres durchgeführt werden, besteht in der Regel aus drei
intramuskulären Injektionen (Grundimmunisierung) sowie in Auffrischimpfungen
alle drei Jahre.
Risikogebiete für FSME in der Schweiz:

Aargau: Birr/Brugg/Würenlingen,
Koblenz/Döttingen/Zurzach, Rheinfelden/Möhlin/Wallbach, Schöftland/Muhen/Gränichen
Bern: Belp, Erlenbach i. S., Gampelen, Grosses Moos, Lyss, Steffisburg,
Thun-Spiez Graubünden: Fläsch/Vilters/Sargans,
Grüsch/Seewis/Landquart Luzern: Dagmersellen/Nebikon/Egolzwil
(Santenberg) Schaffhausen: Hallau, Osterfingen, Neuhausen/Beringen/Schaffhausen,
Stein am Rhein Solothurn: Bellach/Lommiswil/Langendorf
St. Gallen: Sargans/Vilters/Fläsch, Wagen/Jona/Rüti,
Mörschwil Thurgau: Aadorf, Affeltrangen/Oppikon/Friltschen,
Diessenhofen/Basadingen, Ermatingen, Frauenfeld, Stettfurt/Weingarten/Thundorf,
Weinfelden, Weiningen/Warth/Herdern Zug: Steinhausen
Zürich: Andelfingen, Bülach, Effretikon/Bassersdorf,
Eglisau, Ellikon a. R./Rheinau, Flaach, Horgen, Kloten, Neerach/Bachs,
Opfikon/Wallisellen/Dübendorf, Ossingen, Rüti/Jona/Wagen, Schottikon/Zünikon/Elgg,
Thalwil, Sihltal, Stammheim, Unteres Glattal, Uster/Greifensee, Region
Winterthur Fürstentum Liechtenstein: Vaduz
Borreliose
Die Borreliose ist eine durch Zecken übertrgene bakterielle Infektionskrankheit,
die z.T. erst nach monate- bis jahrelanger symptomloser Zeit zur gesundheitlichen
Problemen an Gelenken, Nerven, Muskeln und Herz führen kann. Oft
kündigt sich eine Infektion in den Tagen und Wochen nach dem Zeckenbiss
inform einer schmerzlosen Rötung im Bereich der Bissstelle an. In
diesen Fällen sollten sie den Arzt aufsuchen, um allenfalls nach
einem bestätigenden Bluttest eine antibiotische Behandlung vorzunehmen.
Wird die Infektion erst in späteren Stadien entdeckt, sind sehr aufwendige
Antibiotika-behandlungen notwendig, die nicht mehr in jedem Fall eine
vollständige Heilung bewirken könne.
So entferne ich die Zecke richtig
Die Zeckenentfernung aus der Haut sollte möglichst früh, vorsichtig
und vollständig erfolgen. Die Zecke soll nicht vorbehandelt werden
(Oel, Nagellack, Haarspray usw.), da dies ein Erbrechen von infektiösem
Mageninhalt von der Zecke in die Blutbahn fördert. Die Zecke wird
zwischen Körper und Kopf mit einer Pinzettte oder Zecken-zange gefasst
und senkrecht nach oben mit leichtem Zug herausgezogen. Die Stichstelle
anschliessend desinfizieren. Falls die Zecke nicht vollständig entfernt
werden kann, konsultieren sie den Arzt (Infektgefahr).
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