Pollenflug wird von Januar bis in den Herbst
hinein registiert mit einer maximalen Konzentration von Mai bis Juli.
Die meisten Pollen lösen sich zwischen 06.00 Uhr und 13.00 Uhr von
den Pflanzen. Die Pollenallergiker mit Heuschnupfen leiden am meisten
an heissen, trockenen oder sonnigen Tagen mit leichtem Wind. Die Beschwerden
werden verstärkt durch Tabakrauch, Hausstaub u.a. Ein Aufenthalt
in den Bergen oder am Meer während der Pollenflugzeit würde
die Beschwerden schlagartig bessern, ist jedoch für die meisten Patienten
nicht realisierbar. Bei ca. 30% der Heuschnupfenpatienten entwickelt sich
im Laufe der Jahre zudem ein Asthma, das sich ebenfalls an die Pollensaison
gebunden manifestiert. Folgende Massnahmen können zur Behandlung
beitragen:
- Verhaltensmassnahmen: Fenster geschlossen
halten, Wäsche nicht ins Freie hängen, am Abend Haare spülen,
keine getragenen Kleider in die Schlafräume nehmen, Rasen kurz
mähen (nicht selbst), keine Sträucher schneiden, Sport im
Freien nur an windstillen, bewölkten, regnerischen Tagen
- Medikamente zur Symptombekämpfung: Antiallergische
Medikamente (Antihistaminika oder Kortisonpräparate als Tabletten,
Spritzen, Inhalativa) während der Pollensaison.
- Desensibilisierung: Je nach Art und Anzahl der krankmachenden
Allergene (Allergietest im Winterhalbjahr) kommt eine Desensibilisierungsbehandlung
in Frage. Dabei werden individuell hergestellte Pollenlösungen
in steigenden Konzentrationen während längerer Zeit in regelmässigen
Abständen gespritzt und damit die Empfindlichkeit herabgesetzt.
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