Jedes Jahr erkranken Tausende von Menschen
an einer Grippe. Die Grippe ist eine Virusinfektion, die meist epidemieartig
auftritt, d.h. viele Menschen derselben Region stecken sich gleichzeitig
an und erkranken. Das Virus wird durch Tröpfcheninfektion (Husten,
Niesen, Sprechen) übertragen. Gelegentlich sind Grippeinfektionen
begleitet von Komplikationen, die nur eine langsame Erholung erlauben
oder gar tödlich enden können.
Grippeimpfung
Die Grippeviren sind sehr flexibel und verändern häufig ihre
Oberflächenstruktur, die für die rasche Erkennung durch unser
Immunsystem verantwortlich ist. Deshalb wird der Impfstoff jedes Jahr
neu zusammengesetzt und wirkt jeweils gegen die aktuell bekanntesten Grippeviren.
Gegen einen gewöhnlichen Schnupfen (ca. 80% aller Erkältungskrankheiten
im Winterhalbjahr) schützt die Grippeimpfung nicht. Ebenso wäre
die Impfung gegen eine Grippeepidemie mit einem soeben neu mutierten Grippevirus
unwirksam.
Die Impfzeit in unseren Breiten dauert von Mitte Oktober bis Mitte/Ende
November, damit sie während der Grippewelle, die uns meist zwischen
Dezember und März erreicht, geschützt sind.
Für folgende Menschen wird die Grippeimpfung besonders empfohlen
und meist durch die Krankenkasse als Pflichtleistung übernommen:
- Alter über 65 Jahre
- Wohnhaft in Alters- oder Pflegeheim
- Tätig in einem Pflegeberuf
- Geschwächtes Immunsystem
- Chronische Krankheiten, welche körperliche Leistungsfähigkeit
erheblich einschränken (z.B. Herzbeschwerden, Lungenbeschwerden
usw.)
- Im Beruf oder Alltag häufig in direktem Kontakt mit Mitmenschen
|