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Hier eine Übersicht der verschiedenen Infektionskrankheiten und die dazugehörenden Impfempfehlungen.

Infektionskrankheit Indikation zur Impfung Auffrischung
Diphtherie
und Tetanus Klicken Sie hier für mehr Informationen
Nach korrekter Grundimmunisierung nur Auffrischung alle 10 Jahre
(nach 5 Jahren bei Verletzung)

FSME
Frühsommermeningo-
enzephalitis Klicken Sie hier für mehr Informationen

Für in Endemiegebieten Lebende und sich dort im Freien Aufhaltende (Uebertragung durch Zeckenbisse) alle 3 Jahre
Hepatitis B Klicken Sie hier für mehr Informationen Nicht geimpfte Erwachsene, v.a. bei Leben ausserhalb festen sexuellen Beziehungen, bei Hepatits B-pos. Partner/in, bei Drogenabhängigkeit, bei im medizinischen Bereich tätigen Personen keine
(Spezielle Richtlinien bei im medizinischen Bereich tätigen Personen)
Influenza / Grippe Klicken Sie hier für mehr Informationen Personen über 65 Jahre, Personen mit chronischen Krankheiten oder Immunschwäche jährlich
(Mitte Oktober bis Mitte November)

Masern, Mumps, Röteln (MMR)

Nach korrekter Grundimmunisierung (d.h. zweimaliger Impfung) keine Nachimpfung. Nichtgeimpfte Frauen vor der geplanten Schwangerschaft keine
Meningokokken Klicken Sie hier für mehr Informationen Option in speziellen Fällen innerhalb der Schweiz -
Pneumokokken Klicken Sie hier für mehr Informationen Option für Personen über 65 Jahren, Personen mit chronischen Atemwegserkrankungen, Milzoperierten nach 4-5 Jahren
IPV Poliomyelitis (Kinderlähmung) Klicken Sie hier für mehr Informationen Nach korrekter Grundimmunisierung nur Auffrischung (in letzter Zeit nur noch bei Exposition empfohlen)
alle 10 Jahre
Tollwut Klicken Sie hier für mehr Informationen Zur Zeit ist Tollwut innerhalb der Schweiz ausgerottet -
Tuberkulose Klicken Sie hier für mehr Informationen Option in speziellen Fällen innerhalb der Schweiz keine

 

Die Legende bietet weitere Informationen zu den in dem Impfplan enthaltenen Infektionskrankheiten:

 

Diphtherie, Tetanus zurück

Diphtherie ist eine bakterielle Erkrankung von Rachen und Kehlkopf, v.a. bei Kindern. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen (Husten, Niesen, Sprechen). Seit 1984 keine Krankheitsfälle mehr in der Schweiz, aber noch in jüngster Zeit Epidemien im nahen Ausland (ehem. Sowjetunion). Die Fachleute empfehlen weltweit die Erhaltung des Impfschutzes auch bei Erwachsenen. Tetanus / Starrkrampf ist eine bakterielle Erkrankung, die zu Hirnhautentzündung und Muskelstarre führt. Die Krankheit nimmt ihren Ausgang von infizierten kleinen und grossen Wunden. Die Krankheit ist weltweit bekannt, in der entwickelten Welt durch Immunisierung der Bevölkerung sehr selten geworden. Impfungen gegen Diphtherie und Tetanus erfolgen mit einem kombinierten Impfstoff.

 

FSME / Frühsommermeningoencephalitis zurück

FSME ist eine virale Erkrankung, die durch Zeckenbisse von der Zecke auf den Menschen übertragen wird und zu Hirn- und Hirnhautentzündung führen kann, gelegentlich mit bleibenden Schäden oder gar tödlichem Ausgang. Gefährdet sind nur Personen, die in eng umschriebenen Gebieten leben oder auch zeitlich beschränkt im Freien aufhalten, in denen infizierte Zecken leben.

 

Hepatitis B zurück

Hepatitis B ist eine virale Erkrankung, die zu einer häufig chronischen Leberentzündung führt, die im Verlauf wegen sich entwickelnder Zirrhose (Lebervernarbung) oder Leberkrebs für einen vorzeitigen Tod verantwortlich
ist. Die Übertragung erfolgt durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder durch Blut-zu-Blut-Kontakt (z.B. bei verletzter Haut, durch infizierte Nadeln von Spritzen, durch infizierte Bluttransfusionen). Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt eine Grundimmunisierung bei allen Jugendlichen in der Schweiz, da die meisten Ansteckungen in jungen Jahren erfolgen.

 

Influenza / Grippe zurück

Die Grippe ist eine virale Erkältungskrankheit, die bei Risikopersonen zu schweren Verläufen, gelegentllich mit tödlichen Folgen führen kann. Die Impfung wird jährlich zwischen Mitte Oktober und Mitte November verabreicht und wird empfohlen für Personen über 65 Jahre, für Patienten mit Herz- oder Lungenkrankheiten, für Patienten mit Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz und Immunschwäche. Zudem können sich Personen, die häufig im Kontakt zu Kranken stehen, mit der Impfung schützen.

 

Meningokokken zurück

Die Meningokokken führen zu einer bakteriellen Hirnhautentzündung, die gelegentlich auch bei uns in Einzelfällen oder kleinen lokalen Häufungen vorkommt. Bisher wird eine Impfung nur für Reisende nach Afrika, Asien und Südamerika empfohlen, wo die Krankheit endemisch ist.

 

Pneumokokken zurück

Die Pneumokokken führen bei Risikopersonen zu einer bakteriellen Lungenentzündung, z.T. mit schwerem oder gar tödlichem Verlauf. Die Impfung wird deshalb Personen über 65 Jahren sowie Patienten mit fortgeschrittenen Herz- oder Lungenkrankheiten, Nierenkrankheiten, Alkoholkrankheit, Immunschwäche u.a. empfohlen.

 

IPV Poliomyelitis (Kinderlähmung) zurück

Die Kinderlähmung ist eine virale Erkrankung, die früher oft zu irreversiblen Lähmungen oder gar zum Tod führte. Heutzutage nimmt man an, dass nach einer konsequenten Grundimmunisierung ein lebenslanger Impfschutz erhalten bleibt. Aus diesem Grund werden aktuell nur noch bei starker Exposition (Reisen nach Afrika und Asien) Auffrischimpfungen nach 10 Jahren empfohlen.

 

Tollwut zurück

Die Tollwut ist eine vom Tier (Waldtiere, streunende Hunde und Katzen) auf den Menschen übertragene Infektionskrankheit, die früher zum Tode der Infizierten führte. Seit der Möglichkeit der Impfung vor und in Kombination mit Verabreichung von Antikörpern auch nach einem Biss gibt es in der Schweiz keine menschlichen Tollwutfälle mehr. Auch bei den freilebenden Tieren der Schweiz ist die Tollwut aktuell nach langjährigen intensiven Impfbemühungen z.Z. ausgemerzt. Heutzutage ist eine Schutzimpfung nur bei Personen mit beruflichem Risiko (Tierärzte, Waldarbeiter, Jäger usw.) sowie bei Reisen in gewisse Länder empfohlen.

 

Tuberkulose zurück

Die Tuberkulose ist eine bakterielle Erkrankung, die meist zu einer besonderen Form einer Lungenentzündung führt, aber auch in anderen Organen des Körpers auftreten kann. Im Gegensatz zu früheren Jahren wird aktuell wegen erschwerter Diagnostik und ungenügend erwiesenem Nutzen keine routinemässige Impfung empfohlen. Dies obwohl seit einigen Jahrzehnten weltweit wieder mehr Tuberkulosefälle registriert werden.

 
 
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